Warum ist der Speicher ständig voll und speist nichts ein?

Meistens, weil das System exakt so arbeitet, wie es eingestellt ist: Im Eigenverbrauchsmodus steht der Speicher in sonnigen Wochen naturgemäß voll da (entladen wird erst abends), und „keine Einspeisung” ist in der Regel ein gesetztes Einspeiselimit bzw. eine Nulleinspeisung — oder ein Backup-Modus, der einen hohen Mindestladestand hält. Ein Defekt ist es selten.

Warum das passiert

Der Hybridwechselrichter arbeitet Prioritäten ab: erst der aktuelle Hausverbrauch, dann die Speicherladung, zuletzt die Einspeisung. Im Sommer ist der Speicher vor Mittag voll und hat bis zum Abend keinen Grund zu arbeiten — daher der Eindruck „steht dauernd auf 100 %”. Fehlt zusätzlich die Einspeisung, prüfe drei Einstellungen: das Einspeiselimit (Export Control — bei „Nulleinspeisungs”-Konfigurationen auf 0, manchmal versehentlich), die Backup-Reserve (z. B. min. 80 % SoC „für den Blackout” — der Speicher arbeitet dann kaum) und den Betriebsmodus (Backup/USV statt Eigenverbrauch). Von außen sieht alles identisch aus: voller Speicher, null Einspeisung.

Was du tun kannst

  1. Flussdiagramm in der Wechselrichter-App öffnen und schauen, wohin der Überschuss nach Speicher-Vollladung geht: Fällt die Produktion auf den Hausverbrauch zurück — Einspeisung ist blockiert; fließt Einspeisung — alles gut, es ist einfach Sommer.
  2. Betriebsmodus und Mindest-SoC prüfen: Eigenverbrauch + 10–20 % Reserve ist die gesunde Standardkonfiguration; 80–100 % Reserve macht den Speicher zur teuren USV.
  3. Einspeiselimit mit deiner Anmeldung abgleichen — verlangt der Netzbetreiber keine Null, steht aber Null drin, den Installateur um Korrektur bitten.
  4. Wenn der Speicher „arbeiten” soll (Arbitrage im dynamischen Tarif): weiter zur Antwort „nachts laden oder auf die Sonne warten”.

Vollständiger Leitfaden: speicher-laden-netz-oder-sonne