Wie baue ich eine Eigenverbrauchs-Automatik in Home Assistant?
Das minimale funktionierende Schema besteht aus drei Ebenen: Messung (was passiert), Prognose (was kommt) und 2–3 bedingten Automationen (was daraus folgt) — ohne eine Zeile Code, auf Standard-Integrationen. Die wichtigste Regel bei mehreren Wechselrichtern/Speicher: HA steuert die Verbraucher (Heizstab, Steckdosen, Wallbox) — es kämpft nicht gegen die interne Logik der Wechselrichter.
Warum diese Reihenfolge
Ohne Messung arbeiten Automationen blind; ohne Prognose nur reaktiv (sie schalten ein, wenn der Überschuss schon da ist — und bei jeder Wolke wieder aus, was die Geräte verschleißt). Die Prognose ermöglicht Planung: „morgen ab 11 Uhr 3 kW Überschuss für 4 Stunden” ergibt eine ruhige, stabile Automation statt nervösen Schaltens. Zwei Wechselrichter „streiten” meist dann, wenn beide denselben Speicher managen wollen — die Lösung ist eine übergeordnete Priorität (in der Regel der Hybrid mit Batterie), während HA nur Verbrauch hinzufügt statt beide Ladelogiken gleichzeitig zu steuern.
Was du tun kannst
- Messung: Wechselrichter integrieren (native Integration / Modbus TCP / SunSpec) und das Energy Dashboard konfigurieren — allein das zeigt die Eigenverbrauchsquote Tag für Tag.
- Prognose: einen Ertragsprognose-Sensor hinzufügen (die Volcast-Integration aus HACS liefert Energie heute/morgen, prognostizierte Momentanleistung und einen Peak-Produktions-Indikator — API im Premium-Plan).
- Automation 1 — Warmwasser: „wenn Prognose_morgen > X kWh → heizen 11–14 Uhr; sonst im günstigen Tariffenster”.
- Automation 2 — große Geräte (falls steuerbar): Startverzögerung ins prognostizierte Peak-Fenster.
- Automation 3 — Hysterese auf der Momentanleistung: einschalten bei Überschuss > Schwelle für 10 min, ausschalten unter Schwelle für 10 min — kein Flattern.
- Wechselrichter „versöhnst” du nicht in HA — Prioritäten in den Hersteller-Apps setzen, HA dirigiert nur die Verbraucher.
Vollständiger Leitfaden: pv-prognose-home-assistant-vergleich