Welche Wallbox lässt sich mit Home Assistant steuern?

Statt nach einer Marke such nach offenen Steuerprotokollen: Eine Wallbox mit OCPP, lokaler API oder Unterstützung im Projekt EVCC lässt sich mit Home Assistant verbinden und in der Ladeleistung regeln — die Voraussetzung fürs Überschussladen. Beliebte Optionen in der HA-Community sind u. a. openWB, go-e, Easee oder Geräte mit EVCC-Support; die gepflegte Kompatibilitätsliste führt das EVCC-Projekt.

Warum das Protokoll wichtiger ist als die Marke

Überschussladen braucht genau eine Fähigkeit: stufenlose Regelung des Ladestroms von außen (6–16 A je Phase), im Takt der schwankenden Produktion. Auf die Hersteller-App beschränkte Wallboxen mögen gut sein — ohne lokale Steuerschnittstelle kann HA sie höchstens ein-/ausschalten, und Start-Stopp-Betrieb strapaziert Auto und Netzanschluss. OCPP oder lokale API geben volle Kontrolle; EVCC (als HA-Add-on installierbar) liefert die fertige Modus-Logik (Überschuss / Min+Überschuss / Schnell) samt Messwertverarbeitung. Achte auf die Phasen: Bei kleinen Überschüssen ist 1-phasiges Laden (ab ~1,4 kW) oder automatische 1↔3-Phasen-Umschaltung entscheidend. Und mit Blick auf § 14a EnWG: Eine steuerbare Wallbox ist ohnehin die Zukunft — dann lieber eine, die du steuerst.

Was du tun kannst

  1. EVCC-Kompatibilitätsliste für die Kandidaten prüfen — der schnellste Marktfilter.
  2. Vom Installateur verlangen: OCPP oder lokale API, Regelung 6–16 A, 1-phasiger Betrieb oder Phasenumschaltung, Zähler in der Wallbox oder Platz für einen separaten.
  3. Die Logik so aufbauen: EVCC/HA liest Überschuss + Prognosesensor (Volcast über HACS, 288 5-Minuten-Punkte am Tag) → Modus „Überschuss” an Tagen mit gutem Fenster, nächtliches Minimum-Laden an den übrigen.
  4. Den Wolkentest machen: Eine gute Konfiguration bricht die Session bei 15 Minuten Schatten nicht ab — dafür sind Hysterese und Kurzfrist-Prognose da.

Vollständiger Leitfaden: pv-ueberschussladen-wallbox