Forecast.Solar-Alternative gesucht? Volcast, Solcast & Co. im ehrlichen Vergleich

Vorweg die Transparenz: Wir bauen eines der hier verglichenen Werkzeuge. Deshalb gibt es eine Tabelle, in der wir nicht jede Zeile gewinnen — und eine klare Empfehlung, wann du bei Forecast.Solar bleiben solltest. Forecast.Solar ist ein verdientes Community-Projekt, das wir selbst genutzt haben, bevor wir unsere eigene Engine gebaut haben.

Warum überhaupt eine Alternative suchen?

Die typischen Gründe aus der Home-Assistant-Community: die Prognose passt nicht zur eigenen Anlage (Verschattung, Ost-West-Belegung), die API-Limits des Gratis-Plans stören bei häufigen Abfragen, es fehlt eine Handy-App mit Benachrichtigungen — oder man will Kalibrierung: ein Modell, das aus den realen Erträgen der eigenen Anlage lernt, statt aus Standardannahmen zu rechnen.

Die drei Kandidaten in Kürze

Forecast.Solar — der Community-Standard: kostenlose API, simple Parameter, Core-Integration in Home Assistant. Keine Kalibrierung an die konkrete Anlage, Stundenauflösung, Limits im Gratis-Plan. Für einfache, unverschattete Anlagen oft völlig ausreichend.

Solcast — die Industrie-Option: hochwertige Satelliten-Einstrahlungsdaten, Hobby-Plan mit Tageslimit, Tuning an eigene Daten möglich. Kern ist die API — eine Endnutzer-App gibt es nicht.

Volcast — Physik-Engine auf Einstrahlungsdaten aus Wettermodellen (NWP-Ensemble) plus automatische Kalman-Kalibrierung an deine reale Produktion, verpackt in eine Handy-App (iOS/Android, 13 Sprachen) mit Push-Benachrichtigungen, dazu offizielle HACS-Integration und API im Premium-Plan (4,49 $/Monat).

Vergleichstabelle

VolcastForecast.SolarSolcast
Handy-Appja, iOS + Androidneinnein
Gratis-Planja, 2-Tage-Prognoseja, mit API-LimitsHobby-Plan mit Tageslimit
Kalibrierung an die Anlageautomatisch (Kalman)keineteilweise (Tuning)
Auflösungbis 5 Minutenstündlich5–30 Minuten
Home Assistantoffizielle HACS-IntegrationCore-IntegrationCommunity-Integration
Überschuss-Benachrichtigungenjaneinnein
Abregelungs-Erkennungjaneinnein

Stand: Publikationstag — Limits und Preise der Anbieter ändern sich; Korrekturen nehmen wir dankbar an und aktualisieren mit Datum.

Ehrliche Empfehlung

Bleib bei Forecast.Solar, wenn deine Anlage einfach und unverschattet ist, dir Tagesgenauigkeit reicht und du nur einen Sensor im Energy Dashboard willst. Es kostet nichts und tut, was es soll.

Nimm Solcast, wenn du auf der API eigene Lösungen baust und Industriedaten willst — App und Komfort sind dir egal.

Nimm Volcast, wenn deine Anlage Eigenheiten hat (Verschattung, Ost-West, Degradation), du die Prognose auch am Handy mit Benachrichtigungen willst — oder ein Werkzeug für beides: App und Home Assistant. Den Unterschied macht die Kalibrierung: Nach 2–3 Wochen bildet die Prognose deine Anlage ab, nicht die Modellanlage.

Der Test, den du selbst machen kannst

Glaub keiner Tabelle — auch unserer nicht. Alle drei sind kostenlos startbar: Lass zwei oder drei zwei Wochen parallel laufen und vergleiche mit den realen Wechselrichter-Erträgen. Dein Dach ist der einzige Benchmark, der zählt.

FAQ

Nutzt Volcast Daten von Forecast.Solar oder Solcast? Nein — eigene Physik-Engine auf Einstrahlungsdaten aus Wettermodellen (NWP-Ensemble), mit eigener Kalibrierungsschicht.

Läuft Volcast parallel zu Forecast.Solar in Home Assistant? Ja, die Integrationen stören sich nicht — ein übliches Setup für den eigenen Benchmark.

Was kostet der Umstieg? Nichts zum Testen: Gratis-Tier mit 2-Tage-Prognose; Premium (7 Tage, Auto-Kalibrierung, API) kostet 4,49 $/Monat und ist monatlich kündbar.